Sascha – mein Trauerjahr

Sascha Grab

Ein Jahr ist mein Kind jetzt tot.

Ich habe mir Zeit genommen für mich und mein Kind. Was heißt das? Sonntag, wenn der Rest der Familie eher ausschläft, bin ich Frühaufsteherin zum Grab gefahren, habe Sascha eine Rose gebracht und Zwiesprache gehalten. Eine Zeit der Besinnung für mich.

Vieles blieb ungeklärt. Die Frage nach dem warum?

Aber eines war völlig klar. Auch mein Leben ist endlich. So habe ich in diesem Jahr viele Konsequenzen gezogen. Bei jedem Stück Papier hat mich die Frage begleitet, ob es Wert ist für die Nachwelt erhalten zu bleiben. Der Schredder war in diesem Jahr mein bester Freund. Vieles, was ich noch vor Jahren für wertvoll hielt – in Papierform – erweist sich Dank Internet heute als überflüssig.

Sascha fehlt.

Ich, der ewige DAU, kann nicht mal eben anrufen und fragen. Und niemand sagt dann zu mir: „Mama, das ist doch ganz einfach. So eine Frage kann auch nur ein DAU stellen.“

Sascha Clemens Rolf

Sascha Clemens Rolf

Klick. Klick. Lösung.

Beim Wegschreddern fiel mir ein Dokument in die Hände. Es hat mich an unsere schönste Zeit erinnert. Ein Jahr lang haben wir gemeinsam eine Radiosendung gemacht beim Offenen Kanal: Sprechstunde Mobbing. Da habe ich unter Saschas Regie gearbeitet und es hat unglaublich viel Spaß gemacht. Wir haben uns entschlossen im nächsten Jahr Fernsehen zu machen, hatten gerade die Einweisung mit den Kameras und im Schneideraum, da schloss der Offenen Kanal. Sehr schade.

Nur ein Brief erinnert an diese Zeit.

Ich lade ihn als Dokument hoch.

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